faceb021Das inklusive Ausdruckstanzprojekt wird von jungen Erwachsenen mit und ohne Beeinträchtigung besucht. Die tanztherapeutische Herangehensweise ermöglicht es jedem seinen eigenen Bewegungsausdruck zu entwickeln bzw. eigene kreative Bewegungen zu erforschen und frei zu experimentieren. Jeder Tänzer entdeckt seinen eigenen persönlichen Tanzstil und baut diesen aus. Dadurch wird das Projekt nicht nur von unterschiedlichen Charakteren, sondern auch von ganz unterschiedlichen Tänzern mit individuellen Tanzstilen und Themen besucht. Speziell für dieses Projekt ist der Fahrdienst der offenen Behindertenarbeit (OBA) der Lebenshilfe buchbar.

Dabei können ganz unterschiedliche Materialien zum Einsatz kommen. Nicht gelöste Konflikte oder andere Probleme werden mittels systemischer Methodik aufbereitet und bearbeitet, so dass ein sehr positives und wertschätzendes Miteinander entstanden ist.

Neben dem freuen sich einzelne Tänzer (oder auch die Gruppe) sehr über Auftrittsmöglichkeiten auf Veranstaltungen. Wenn Sie Interesse haben, uns kennenzulernen, dann melden Sie sich bitte im Tanzsportzentrum mittels der entsprechenden Kontaktdaten.

Die begleitenden Mitarbeiter des Projektes (tlw. ehrenamtlich) sind Josepha Mayr, Michael Rockermair und Kirstin Wengler.

Was ist Tanztherapie?

„Die Tanztherapie ist eine psychotherapeutische Disziplin aus dem Bereich der künstlerischen Therapien. Der frei improvisierte Tanz dient dem individuellen Ausdrücken, Verstehen und Verarbeiten von Gefühlen und Beziehungen. Der Tanz, als jede Art von Bewegung mit kreativem Ausdruck und Kommunikation, ist der Kernbestandteil der Tanztherapie, die sich in den 1940er Jahren in den USA entwickelte.“ (wikipedia)

Tanztherapie kann z.B. folgende Bereiche beinhalten:

  • Das soziale Miteinander konstruktiv und positiv gestalten (z.B. Tanzen im Team), Erleben und Mitgestaltung konstruktiver gruppendynamischer Prozesse
  • Steigerung der Kompetenz im Umgang mit Konflikten
  • Aufbau des Selbstwertes durch z.B. freies Tanzen vor Anderen, z.B. Publikum (Auftritte)
  • Abbau von Ängsten (z.B. vor Publikum zu sprechen, sich öffentlich zu präsentieren)
  • Aufarbeiten individueller Themen
  • Verbesserung von Motorik und Koordination, Erweiterung des Bewegungsrepertoire und die damit verbundenen neurologischen Veränderungsprozesse im Gehirn
  • Erreichen eines selbstgewählten Zieles z.B. Auftritt bei got to dance oder eines bestimmten Tanzschrittes oder eine Choreographie erarbeiten
  • Verfeinern der Körperwahrnehmung (vestibulär, auditiv, visuell, taktil) und des eigenen Körper- und Gefühlsausdrucks
  • Auseinandersetzen mit der eigenen Körpersprache und der von anderen Menschen
  • Ausgleich zum beruflichen oder schulischen Alltag
  • Entspannung

Methodik:

Freies Tanzen bzw. Erarbeiten des körpereigenen authentischen Tanzstils mittels z.B. chace Kreis, gegenseitigem imitieren und Rollenwechsel, Bewegungsimpulse aufgreifen und weiter entwickeln, Körperwahrnehmungsübungen, Bewegungsspiele, Videoarbeit, Battles, systemischer Methodik, Verwendung äußerst abwechslungsreicher und experimenteller Musik, bei Bedarf Entspannungsübungen z.B. Jacobsche Muskelrelaxation, Tanzimaginationen, es werden Bewegungsimpulse und Stimmungen aus allen Tanzsportarten genutzt, Bewegungsanalyse nach Laban, Verwendung von verschiedenen Materialien, eventuell einladen verschiedener Musiker (bei entsprechenden finanziellen Möglichkeiten der Teilnehmer).